Was man(n) hört – im September

Willkommen zu einer weiteren Ausgabe meines monatlichen Musikrückblicks. Und es dominieren (mal wieder) die Alben, die ich neu gekauft habe, denn das waren im September trotz generellem Rückgang meines Musikkonsums doch einige.

01 (neu) Exit – Chakuza: 10 Durchläufe

Chakuzas hat ein neues Album herausgebracht und ich finde es großartig. Es ist HipHop mit Indie-Beats, mitunter ziemlich depressiv, traurig und emotional, aber dennoch ein bisschen selbstironisch. Tolle Musik, die mich berührt und die ich sehr gerne höre. Absoluter Tipp von mir.

02 (neu) For the Journey – Threshold: 8 Durchläufe

Unter den vielen Neuerscheinungen im Bereich des Progressive Rock und -Metal musste ich mich auf zwei Stück beschränken. For thr Journey ist mein erstes Threshold-Album und ich bin verliebt. Es klingt einfach ungeheuer kraftvoll, motivierend ohne aber in die Power-Metal Schiene abzudriften. Es ist nicht ganz so progressiv und komplex wie Dream Theater, aber nichtsdestotrotz klasse Progmetal. Das krasse Gegenteil von Chakuza, aber nicht minder genial.

03 (neu) Pale Communion – Opeth: 7 Durchläufe

Opeth haben auch ein neues Album rausgebracht – zwar schon Ende August, aber da ich es direkt aus den Staaten importiert habe, kam es erst im September bei mir an. Und was soll ich sagen, es ist sehr cool! Es ist völlig anders, als die alten Opeth-Alben, da ist kein Gegrunze oder Double-Base-Massaker, sondern es ist weniger hart, geht eher in eine Prog-Rock Richtung, als wirklich Metal so sein, ist aber wirklich gut gemacht, wunderschöne komplexe Songstrukturen und toller Gesang begeistern mich an diesem Album.

04 (wieder dabei) Live 2012 – Coldplay: 3 Durchläufe

Dieses Livealbum ist einfach eine tolle Zusammenstellung, die toll klingt, deshalb lief sie in diesem Monat häufiger mal bei mir, um mein Coldplay-Bedürfnis zu stillen.

04 (-2) Live at Sea – Spock’s Beard: 3 Durchläufe

Siehe letzten Monat. Immernoch ein tolles Livealbum.

04 (neu) In Vallis EP – Chakuza: 3 Durchläufe

Neben dem neuen Album gab es noch exklusive in der Juice eine EP aus den Exit-Sessions, die ich mir natürlich holen musste… :) Auch die ist toll geworden und schließt das Album klasse ab.

Normalwerweise gibt es ja eine Top-10, zu der ich ausführlich schreibe, aber da jetzt nur noch Alben mit zwei oder einem Durchlauf kommen, lasse ich das mal bleiben und gebe euch nur die Liste:

07 (wieder dabei) Blackwater Park – Opeth: 2 Durchläufe
07 (-4) In Transit – Saga: 2 Durchläufe
07 (wieder dabei) Sagacity – Saga: 2 Durchläufe
07 (neu) Day for Night – Spock’s Beard: 2 Durchläufe
07 (-6) Brief Nocturnes and Dreamless Sleep – Spock’s Beard: 2 Durchläufe
07 (-4) Celebration – Uriah Heep: 2 Durchläufe

13 (wieder dabei) Lingua Mortis Orchestra – LMO feat. Rage: 1 Durchlauf
13 (-7) Grundlos EP – OK KID: 1 Durchlauf
13 (-3) Saga Hits – Saga: 1 Durchlauf
13 (wieder dabei) The Light – Spock’s Beard: 1 Durchlauf
13 (wieder dabei) The Raven that refused to sing – Steven Wilson: 1 Durchlauf

 

 

 

Bundesvision Songcontest 2014 – Was bleibt übrig?

Schon seit Jahren schaue ich mit Interesse den Bundesvision-Songcontest, eine TV-Show, in der Interpreten aus verschiedenen Bundesländern gegeneinander antreten. Ich finde, der Songcontest schlägt eine Brücke zwischen großen Major-Künstlern, die oftmals schlechter als erwartet abschneiden und Indie- und Alternative-Künstlern, denen mitunter hohe Platzierungen gelingen. In den letzten Jahren stellt sich leider zunehmend eine Abnahme der musikalischen Bandbreite ein, härtere Gruppen wie in den früheren Jahren Oomph oder Rage kommen trotz guter Platzierungen (und Siegen) leider nicht mehr auf die Bühne, stattdessen gibt es ganz viel Pop-Mittelmaß und Pop-Rap. Ich hab gestern Abend (hauptsächlich für mich, weil ich gerne mal ein bisschen in meine Favoriten reinhöre) mal ein paar Notizen gemacht, die ich jetzt gerne mal präsentiere:

  1. Andreas Bourani – Auf anderen Wegen

Eigentlich ziemlich lahmer Pop. Nach dem Stadionsong Auf uns wahrscheinlich ein bisschen wenig. So bleibt es leider nur ein deutschsprachiger Schluchzer, der sich mit Laith Al Deen und Adel Tawil einreiht. Berührt mich überhaupt nicht.

  1. Nico Suave feat. Flo Mega – Gedicht

Leider irgendwie auch nicht so meins. Die Parts sind Durchschnittsrap, dazu ein bisschen Bläserzeugs in der Hook, das schon irgendwie nach ganz coolen Zutaten klingt, aber nicht so wirklich zünden will.

  1. Kitty Kat – Hochhaus

Ich hatte Kitty Kat irgendwie gar nicht auf dem Schirm. Dachte immer, so ne Aggro Berlin-Rapperin. Aber total daneben, die Performance fand ich echt stark, der Song hat mich irgendwie mehr berührt und bleibt irgendwie im Ohr. Ihr gerappter Part fiel da fast schon ein Stück ab dagegen. Dennoch ein cooler Song und meine erste Überraschung des Abends.

  1. Sebastian Hackl – Warum sie lacht

N Typ mit Dreads. Minimalistische Performance, schöne Stimme, schöne Musik, angenehmer, handgemachter Wohlfühl-Pop, der aber irgendwie ein bisschen belanglos herüberkommt. Okay, aber kein Ohrwurmpotenzial.

  1. Max Mutzke – Charlotte

Max hat natürlich Power und Drive in seiner Stimme und stellt damit locker mal die bisherige Besetzung des Abends in den Schatten. Der Song selbst ist cool gemacht, klasse performt und macht Laune. Geil!

  1. Duerer – Was gestern war

Whow, eine echte Band. Sowas ist ja heutzutage eher Nischenware. Cooler Song, cooler Indie-Rock. Macht Spaß, rockt und ist ne coole Nummer.

  1. Inglebirds – Getti

Ne. Einfach nur ne. DCVDNS war letztes Jahr zumindest noch witzig, aber das hat halt auch genau einen Song lang funktioniert? Was ist das? Nehmen die sich Ernst, fühlen die sich toll oder was ist das? Komisches Rumgerappe, komische Show-Einlagen und irgendwie. Ne.

  1. Tessy – Keine Rosen

Ein Typ presst ein paar Töne ins Mikro, das berührt mich irgendwie nicht und es passiert auch musikalisch nichts. Neeh.

  1. OK KID – Unterwasserliebe

Ich halte mich raus. Ich liebe das Lied und die Jungs J Aber ich finde, sie haben sehr anständig performt.

  1. Sierra Kidd – 20.000 Rosen

Ein 17-jähriger Rapper – und ich weiß nicht so genau, was ich davon halten soll. Es klingt eigentlich ganz cool, son bisschen auf dieser Pop-Rap Welle mitschwimmend, aber es wirkt noch nicht so ganz ausgereift. Die gesungenen Hooks klingen leider wirklich grausam und textlich ist es doch irgendwie ziemlich phrasenlastig. Also. Ganz coole Ansätze, aber nicht so ganz überzeugend.

Und übrigens: Was soll das brennende Kreuz da? Das hinterlässt irgendwie einen sehr komischen Nachgeschmack – hat das wirklich niemand mal vor der Sendung gegoogelt?

  1. Maxim – Alles versucht

Kraftvoll, traurig, reflektiert – gut! Schon auf dem Chakuza-Album hat er mir als Feature-Gast gut gefallen und auch solo klingt er toll. Melancholisch, aber auch kraftvoll, eine interessante Stimme und eine gewisse Lockerheit beim Performen lassen ihn unglaublich authentisch wirken. Gefällt mir! Mal reinhören.

  1. Tonbandgerät – Alles geht

Das ist eine dieser BuViSoCo Bands. Man hört sie einmal, findet sie sogar ganz cool, aber man käme nie auf die Idee, sich ne Platte zu kaufen oder mehr davon zu hören.

  1. Marteria – Mein Rostock

Marteria performt unglaublich stark und ist einfach ein Bühnenprofi, der seinesgleichen sucht. Auch wenn Mein Rostock sicherlich nicht sein stärkster Song ist, ist das, was er da macht und zelebriert ziemlich geil. Und auch mal cool, tatsächlich ein „Heimatlied“ beim BuViSoCo zu präsentieren. Ein schöner Song zum Zurücklehnen.

  1. Jupiter Jones – Plötzlich hält die Welt an

Der Refrain erinnert mich irgendwie ziemlich an PUR. Eigentlich ganz cool, so typische Radiomusik, die keinem weh tut und sich nett anhört. Kann man mal hören, aber wenn ich PUR hören möchte, höre ich doch lieber PUR J

  1. Miss Platnum – Hüftgold

Ich kannte Miss Platnum nur von der Lila Wolken EP und fand ihren Part im Titelsong eigentlich ziemlich grausig. Umso überraschter bin ich jetzt, dass das, was sie da macht, ziemlich cool klingt. Über ihr Outfit kann man streiten, aber Miss Platnum singt gut, der Song gefällt mir und hat einen gewissen Drive. Gut!

  1. Revolverheld – Lass uns gehen

Jep. Gehen möchte ich. Die Jungs machen ihren Job ganz anständig, aber ich find den Song – und auch die ganze Band – einfach nur doof. Sorry, nicht meins. Auch wenn sie anständig performen und Stimmung machen können.

Zum Ergebnis

Wie sooft haben meine Favoriten eher unterdurchschnittlich abgeschnitten. In den vorderen Rängen findet sich viel von dem Kuschelpop, Revolverheld haben extrem überlegen gewonnen – objektiv und unvoreingenommen betrachtet, vielleicht auch nicht zu Unrecht – aber ich kann mich mit denen einfach nicht anfreunden. Jupiter Jones vorne, Teesy fand ich genauso langweilig – und Marteria „nur“ auf Platz 4 – da hätte ich fast mit mehr gerechnet. Andreas Bourani nur auf 6 – und dann kämen meine drei Anwärter auf das Treppchen: Max Mutzke, Maxim und OK KID hätte ich wahrscheinlich auf 1-3 gewählt, die fand ich neben Marteria und Miss Platnum am stärksten. Letztgenannte kam über einen zwölften Platz nicht heraus – für mich unverständlich, denn unter allen Popsongs war ihrer noch am innovativsten – genauso wie der von Kitty Kat, der es zusammen mit Sebastien Hackel auf den letzten Platz gebracht hat. Sierra Kidd wurde auf Twitter ziemlich gehypt und ist – wenn ich das richtig mitgekommen habe – bei den Teenies total angesagt, aber es überwog wohl mein Eindruck der Unausgegorenheit. Die Inglebirds landen zu Recht weit hinten. Es ist wie bei MC Fitti – der Gag trägt eigentlich nur bis kurz nach der ersten Hook – und hier im zweiten Jahr ist damit nichts mehr zu holen.

Schade auch um Hessen. Immerhin so gut wie seit 2009 nicht mehr, aber der Song war echt klasse und nicht so seltsam wie die der letzten Jahre (Sing um dein Leben? Cris Cosmo?) – der hätte denke ich mehr echt verdient gehabt.

Was bleibt also von dem Abend übrig? Für mich zwei, drei Neuentdeckungen und viele abschreckende Beispiele. Und die Hoffnung, dass im nächsten Jahr vielleicht mal wieder eine rockige Kapelle da auftreten darf? Lord of the Lost für Hamburg? Equilibrium für Bayern? Von mir aus auch Grave Digger – irgendwas, was den Pop-Rap-Einheitsbrei mal auflockert – Schade, das war früher besser, als mal ein Subway to Sally gewann, als Down Below auftreten durften, als Apocalyptica spielten oder als Rage gerockt haben. Raab, hol dir mehr Rock auf die Bühne!

Was Mann hört – im August

Doch tatsächlich – es geht wieder weiter. Und wenn man sich diesen Monat mal anschaut, war er ein wenig Spock’s Beard lastig

01 (neu) Brief Noctures and Dreamless Sleep – Spock’s Beard: 8 Durchläufe

Das aktuelle Studioalbum der Band – ich war tatsächlich schon auf einem Konzert dieser Tour, habe 2012 auf der Lorely exklusiv einen neuen Song gehört, aber hatte das Album tatsächlich nicht gekauft. Jetzt habe ich das nachgeholt und natürlich lief das Ding – das sogar ziemlich lang ist – endlos durch.

02 (neu) Live at Sea – Spock’s Beard: 7 Durchläufe

Und kaum dahinter liegt das aktuelle Livealbum eines ganz Besonderen Auftritts mit Neal Morse auf dem Progressive Nation at Sea Festivalcruise, das mit nur 6 Songs doch über eine Stunde lang ist und eine tolle Atmosphäre transportiert. Ein absoluter Prog-Geheimtipp, der sich wirklich lohnt. Grandios.

03 (+9) In Transit – Saga: (4 Durchläufe)

Ein Klassiker, den ich für 5€ bekommen habe. Die CD ist über 30 Jahre alt und eines der ersten Livealben, die digital aufgezeichnet wurden. Der Sound ist klasse, die Songs sind klasse und die Band auch.

03 (+9) Celebration – Uriah Heep: (4 Durchläufe)

In einem Monat, in dem ich eher auf etwas weniger harte Musik stand, darf diese CD nicht fehlen. Die Band ist uralt, existiert seit ’69 und machen netten Hard-Rock. Außer Lady in Black kannte ich kein einziges Lied, also hab ich einfach mal diese CD mit 15 Klassikern in aktueller Besetzung und mit aktuellem Sound bestellt und bin sehr positiv überrascht – das klingt klasse!

05 (+3) Dimensounaut – Sound of Contact: (3 Durchläufe)

Zu dem Album habe ich ja letzten Monat schon viel gesagt. Ein Dauerbrenner.

06 (+6) Ghost Stories – Coldplay: (2 Durchläufe)

Es lief wieder ein bisschen mehr, ich mag es immer noch sehr – insbesondere in „A Sky full of Stars“ habe ich mich richtig verliebt.

06 (-1) Octavarium – Dream Theater: (2 Durchläufe)

Und auch dieses Album läuft jetzt schon im dritten Monat bei mir durch. Und es läuft und läuft.

06 (+6) Imaginaerum – Nightwish: (2 Durchläufe)

Ein bisschen härter ist dieses Album, das ich im Gegensatz zu den früheren Nightwish-Alben auch noch wirklich gut finde und bei dem einige Songs richtig ins Ohr gehen. Ziemlich episch.

06 (+2) Grundlos – OK KID: (2 Durchläufe)

Die Jungs treten dieses Jahr beim Bundesvision Song Contest für Hessen an. Ja cool! Die EP ist auch wirklich gut.

Und sonst so? Je einen Durchlauf für…

10 (+2) Entschuldigung für nichts – Betontod
10 (+2) In a Tidal Wave of Mysteries – Capital Cities
10 (-7) Magnolia – Chakuza
10 (wieder dabei) Mylo Xyloto – Coldplay
10 (+2) Dream Theater – Dream Theater10 (-8) Saga Hits – Saga
10 (+2) 20/20 – Saga
10 (neu) Licht & Schatten – Strawbelly Cake
10 (neu) Live – Irie Revoltes
10 (neu) The E.N.D. – The Black Eyed Peas
10 (neu) The Road of Bones – IQ
10 (neu) Abenteuerland – PUR
10 (neu) Flying Colors – Flying Colors

In diesem Monat erscheinen einige tolle Alben, sodass ich wahrscheinlich gar nicht alle auf einmal kaufen kann – wem ich den Vorzug gebe, weiß ich leider noch nicht – freut euch aber auf einige neue Sachen nächsten Monat.

 

Was Mann hört – Im Juli

Neuer Monat, neues Glück. Hier also das, was im letzten Monat bei mir lief:

01 (+4) Sagacity – Saga: 11 Durchläufe

Ich habe schon letzten Monat viel dazu gesagt, inzwischen habe ich mich richtig reingehört und höre das Album (und die ganze Band) sehr gerne und sehr häufig. Ich bin quasi gerade in einer sehr sagalastigen Phase.

02 (+6) Saga Hits – Saga: 5 Durchläufe

Und natürlich lief auch die dazugehörge Best-Of Scheibe rund. Frischer, druckvoller Sound und die alten Klassiker ergibt ein tolles Livealbum, das gerade beim Fahrradfahren immer gerne läuft.

03 (+1) Magnolia – Chakuza: 4 Durchläufe

Immernoch ein Dauerbrenner, läuft immer mal wieder, immer mal auch ausschnittsweise. Freue mich schon auf das nächste Album von ihm, das Anfang September herauskommt.

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Chronicles of the Immortals – Netherworld Part One

Hier die zweite meiner drei versprochenen Musikkritiken. Die dritte wird auch noch erscheinen. Irgendwann *smile*

Die Band Vanden Plas hinter Frontmann Andy Kuntz gibt es seit über 20 Jahren und konnten sich in Deutschland vor allem über ihr zweites Standbein, das Theater etablieren. So spielt Andy Kuntz regelmäßig Musicals, die Band setzt ihre Alben als Musicals um, immer dabei ist das Pfalztheater. Eines Tages kam Wolfgang Hohlbein (=>romanfresser.de für mehr Infos!), Autor mit über 42 Millionen verkauften Büchern, auf die Band zu und sagte: „Hej, habt ihr Lust aus meiner Vampirromanreihe ein Musical zu machen“. Und Andy Kuntz so „Klaro, immer doch.“

Eine Spielzeit später ist „Blutnacht – Die Rockoper“ gelaufen und die Band machte sich daran, zwei Konzeptalben aus dem vorhandenen Stoff zu schreiben. Das erste liegt nun vor. Ich bin tatsächlich über die Hohlbein-Homepage darauf gestoßen, bei dem Begriff „Progressive Metal“ wurde ich hellhörig. Denn tatsächlich ist Vanden Plas eine Prog-Metal Band, in Frankreich regelmäßig ausverkauft, fristen sie in Deutschland eher ein Schattendasein.

Nach einigen Spotify-Streams bin ich dann zum Plattendealer meines Vertrauens, hab diese Scheibe erworben und kann nun, nach gut einem Dutzend Durchläufen endlich mal was darüber sagen. Und zwar im Gegensatz zu Subway to Sally hier im Gesamten.

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Was Mann hört – im Juni

Da ich mitbekommen habe, dass es einigen ganz gut gefallen hat, dass ich mal gezeigt habe, was ich so höre, dachte ich, ich mache das einfach mal jeden Monat. Hier also meine 10 meistgespielten Alben im Juni – sowas schreibt sich ja recht flott von der Hand:

01 (neu): Grundlos EP – OK KID: 8 Durchläufe

Eine neue EP von den Gießener Jungs, die intelligenten HipHop/Pop Crossover machen. Ich liebe die Stimme von Jonas und mir gefallen die Texte und die Musik auch unglaublich gut. Von den 5 Songs auf der EP sind mir drei Stück direkt im Ohr geblieben, die ich immer wieder mal höre. Absoluter Anspieltipp. Grandiose EP. Grandiose Band.

02 (neu): LMO – Lingua Mortis Orchestra: 7 Durchläufe

Geil, geil, geil, geil, geil. Symphonic-Progressive-Power-Metal. Im Klartext: Der kleine Russe schreibt was, holt sich nen Orchester dazu, Peavy darf singen und bekommt Verstärkung von zwei Mädels. Dazu noch ein cooles Konzept über Hexenverbrennung im Mittelalter, fertig ist ein unglaublich geniales und ausdrucksstarkes Album. Dass ich es für 5,55€ bei Müller erstanden habe, tut sein Übriges. Coole Sache, lohnt sich!

03 (-2): Ghost Stories – Coldplay: 5 Durchläufe

Inzwischen läuft es nicht mehr ganz so oft durch, aber ich mag es immernoch gerne. Ein tolles Album zum Träumen – in Kürze (hoffentlich!) mehr.

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Mitgift – Subway to Sally

Mitgift – Subway to Sally

Kaum ein Album habe ich so sehnsüchtig erwartet, wie dieses. Alles, was ich also jetzt sage, ist immer subjektiv von meiner Geschichte mit dieser Band geprägt. Bastard war damals (2007 – ich war gerade mal 12!) mein erstes Album, das ich am Erscheinungstag gekauft habe, im gleichen Jahr war ich auf der Bastard-Tour auf meinem ersten echten Rockkonzert und seit 2010 gehe ich jährlich zur Eisheiligen Nacht nach Gießen – und jedes Mal singe ich das gesamte Set der Band mit. Müsste ich eine Lieblingsband nennen – was ich nicht kann – wäre die Band sicherlich in der engeren Auswahl.

Mit Mitgift hat die Band ihren Zweijahreszyklus, in dem sie seit 1999 beständig Alben veröffentlicht, erstmals unterbrochen und sich seit Schwarz in Schwarz ganze drei Jahre Zeit gelassen, um dann am 14. März dieses Album zu veröffentlichen. Ich habe es vorbestellt. Nicht in der normalen Variante, nicht in der Fan-Edition sondern natürlich in der auf 1000 Stück limitierten Ausgabe mit Walletchain. Ich war unglaublich gespannt auf dieses Album, nicht nur, weil ich mit Schwarz in Schwarz und Kreuzfeuer, den beiden Vorgängen nie so ganz warm wurde, sondern auch, weil Subway to Sally hier das erste Mal ein Konzeptalbum vorlegen.

Es geht um Mördergeschichten, so lautet der Untertitel des Albums und man merkt schon an den Titelnamen, dass dieser Titel Programm ist. Wie gehe ich das Album jetzt hier an? Ich schreibe erstmal ein bisschen was zu den einigen Songs, danach noch etwas zu dem Gesamtpaket des Albums und am Ende schauen wir nochmal in die Ausstattung der Deluxe-Version rein und warum das hier eine gute Anschaffung ist.

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Was Mann hört – im Mai

Ich hab‘ vor einiger Zeit mal wieder last.fm angeworfen. Dort wird quasi dokumentiert, was man so an Musik hört. Dann hab‘ ich mir vor Kurzem mal ne halbe Stunde Zeit genommen, und mal abgehakt, wie oft ich Album X am Stück gehört habe. Ich finde es eigentlich ziemlich wichtig, Alben immer am Stück zu hören, weil ich finde, sie sind so eine Art Gesamtkunstwert – auch wenn die einzelnen Songs sicher auch alleine funktionieren. Ich höre also sehr gerne Alben am Stück.

Man sagt mir immer gerne nach, ich würde nur Metal hören. Sei ja voll der Metalhead undso. Wegen der langen Haare. Und ich trag immer so viel schwarz. Und das ist ja gar nicht mal grundsätzlich falsch. Aber viel zu einseitig gedacht. Von den zehn meistgehörten Alben im Mai sind zwei dabei, die ich als Metal einstufen würde. Und ganz viele andere Sachen.

Hier ist meine Top-Ten der Albendurchläufe im Mai 2014:

1. Coldplay – Ghost Stories: 12 Durchläufe

Das neue Coldplay-Album. Vorbestellt und durchgehört bis zur Unendlichkeit. Da schreibe ich demnächst noch etwas Ausführliches zu

2. Vanden Plas – Chronicles of the Immortals: Netherworld Part One:  8 Durchläufe

Auch dazu – wie angekündigt – demnächst noch mehr.  Wunderschöner Progressive-Metal

3. Chakuza – Magnolia: 7 Durchläufe

Das ist was Besonderes. Das Album hab ich nicht sehr oft am Stück gehört, aber ganz extrem häufig immer mal drei Songs, dann irgendwann später die nächsten drei Songs und dann hatte ich es auch irgendwann durch.  Es ist Deutschrap, aber kein Gangsta-Rap, sondern nachdenklicher, ernster, reflektierter. Das gefällt mir ziemlich gut und irgendwie kann ich mich teilweise auch mit den Nummern identifizieren. Und deshalb läuft es auch immer wieder.

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